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New York Verhaltensregeln in Restaurants (Tipp) Drucken E-Mail
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Geschrieben von Oliver Schneidemann   
Freitag, 07 April 2006

Folgender Bericht stammt ursprünglich von der Homepage von Oliver Schneidemann, der uns freundlicher Weise diesen Artikel erlaubt hat zu kopieren. Auf seiner Seite befinden sich mehr sehr gute Informationen über New York. Ein Besuch auf seiner Homepage lohnt auf jeden Fall. Danke Oliver!

New York hat circa 16.000 Restaurants, ich habe einige die ich mag auf meiner Internet Seite unter "Essen & Trinken" aufgelistet. Es ist auch sehr teuer hier Essen zu gehen, aber es gibt Restaurants wo man gutes Essen für kleines Geld bekommt. Amerikanische Portionen sind in der Regel sehr groß und reichhaltig (viel Fett). Gerichte zu teilen spart meist nicht nur Geld. Wenn Sie italienische Restaurants besuchen die 'family style' servieren heißt dies nicht zwingend das die Eigentümerin selber kocht, dafür sind die Portionen garantiert sehr groß. Im großen und ganzen können Sie davon ausgehen, dass Sie mit 4 Personen zum Abendessen ausgehen können, dabei nur für 3 bestellen sollten und trotzdem noch was mit Hause nehmen können ("doggy bag").

 

Leider sind manche (wenige) Restaurants nicht sehr sauber. Das DOH (Department of Health) hat die Inspektionsberichte auf einer Internetseite veröffentlicht. Aber in der Regel reicht es, wenn man ein Restaurant betritt und mal etwas aufmerksam herumschaut. Man sollte einschätzen können ob man sich dort wohlfühlt oder nicht.

An manchen Straßenecken finden Sie Straßenhändler die Hot Dog's, Kebab, Colas, Wasser, Nüsse usw. verkaufen. Manche 'Deli's' in New York sind vergleichbar zum 'Tante Emma Laden' in Deutschland, es gibt Lebensmittel zum mitnehmen oder dort essen, manchmal auch anderes, z.B. Dinge für den Haushalt. 

Starbucks gibt es hier an fast jeder Ecke (insgesamt über 100 in New York). Sie sind bequem und nützlich wenn man etwas hungrig ist oder Durst hat, haben aber wenig Ambiente. Ich selber bevorzuge echte Kaffee-Häuser, sie sind einfach schöner um am Wochenende einen Kaffee, Brunch und die Zeitung zu genießen. 

Ein paar Anmerkungen zu Restaurants & Bars: 

  • Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie in eine Bar gehen und dort feststellen das andere Gäste eine Bestellung aufgeben und sofort Bargeld auf den Tisch oder Tresen legen (oder die Bedienung bittet Sie um Geld, gleich nach dem das Getränk serviert wurde). Das funktioniert so: der Barkeeper wird Ihnen die Bestellung servieren und sich dann gleich den notwendigen Betrag nehmen (ohne das Trinkgeld). Wenn Sie also die nächste Runde bestellen, müssen Sie der Bedienung lediglich Bescheid geben und nicht mal nach Ihrem Portemonnaie suchen. Dies ist meist in Clubs und Bars an der Tagesordnung.
  • Wenn Sie ein Restaurant betreten, warten Sie auf die "Hostess" oder "Host", man wird Ihnen nämlich einen Tisch zuweisen. Sie können in der Regel einfach durchlaufen, wenn Sie nur die Bar besuchen wollen (wenn das Restaurant eine hat). Dies gilt für die meisten Restaurants, egal wie gut oder schlecht sie sind.
  • Wenn Sie eine Bar betreten wollen, wird man Sie häufig nach dem Ausweis (Pass, "Could I see ID, please") fragen. Auch wenn Sie älter als 21 Jahre sind und es ersichtlich ist das dem so ist.
  • New York ist rauchfrei - in Restaurants und Pubs, sowie auch in allen anderen öffentlichen Gebäuden gilt Rauchverbot. Was für Nichtraucher ein Segen ist, ist auch für die Raucher nicht allzu schlimm, denn bei einer Zigarette vor der Tür kommt man viel schneller in Kontakt als in der Bar.
  • Und schließlich: wenn Sie alles aufgegessen und ausgetrunken haben was sie bestellt hatten, wird man Sie Fragen ob Sie noch einen Wunsch haben. Wenn Sie dies verneinen, wird man Ihnen die Rechnung präsentieren. In der Regel wird dazu gesagt "Nehmen Sie sich alle Zeit die Sie brauchen". Das heißt in der Regel nicht dass Sie sofort bezahlen müssen und gehen sollen (nun ja, in einigen Etablissements mag dies sogar der Fall sein, aber das ist ja nicht nett....). Sie können immer noch was bestellen nach dem die Rechnung kam, und wenn Sie dann endgültig gehen wollen, signalisieren Sie der Bedienung das dem so ist. Auch dies ist eine Sitte. Nicht immer muss man annehmen das dies ein Beweis für unfreundlichen Behandlung ist.

Trinkgeld: Eine Bedienungskraft kann 15% Trinkgeld erwarten wenn die Bedienung OK war. Die Service-Kräfte in den USA haben niedrige Gehälter und sind auf die Trinkgelder angewiesen um ein einigermaßen akzeptables Einkommen zu erreichen. Anders ausgedrückt: Trinkgeld ist nicht optional. Wenn die Bedienung natürlich sehr, sehr schlecht war.... entscheiden Sie dann selber. Tipp: um das Trinkgeld auszurechnen, schauen Sie nach der Summe der Steuer (ausgewiesen auf der Rechnung...), verdoppeln Sie diese und runden Sie zum nächsten vollen Dollar auf. Das ergibt ein akzeptables Trinkgeld. Hintergrund: die Steuer ist derzeit etwas mehr als 8% in New York, und diese Methode ist bequem um das Trinkgeld fix auszurechnen (Hintergrund: die Steuer in New York State liegt derzeit bei 8.25%. Mit dieser Methode kann man das Trinkgeld fix ausrechnen, dies funktioniert in anderen U.S. Bundesstaaten aber unter Umständen nicht, da dort andere Steuersätze gelten). In sehr guten Lokalen und wenn Sie sehr zufrieden waren können Sie auch 20% Trinkgeld geben. Und man sollte die Garderobendame nicht vergessen.... $1 per Kleidungsstück

Anmerkung der Redaktion:

Weitere sehr gute und brauchbare Informationen finden Sie auf der Homepage von Oliver Schneidemann. Danke Oliver!

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 27 Januar 2007 )
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