| Die Stadt Eger (Information) |
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| Geschrieben von Touristinfo Stadt Eger | |
| Donnerstag, 22 Juni 2006 | |
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Die nachfolgenden Informationen stellte die Touristinfo der Stadt Eger zur Verfügung: Über die Seiten seiner Geschichte
Eger liegt im Nordosten Ungarns, in dem Hügelland, das das Bükkgebirge vom Mátragebirge trennt, in dem Tal des Eger-Baches. Die heute 56.000 Einwohner zählende Stadt kann von Budapest in einer 1 - 1,5 Stunden auf der Autobahn M3 erreicht werden. Sein Klima ist witterungsbegünstigt, frei von krassen Temperaturschwankungen, da es sich in dem sonnigen, geschützten Tal der erwähnten Gebirge ausstreckt. Eger ist der Sitz des Komitats Heves, ein Anziehungszentrum für Verwaltungswesen, Gesundheitswesen, Kirche, Bildung, Handel und Industrie. Es ist ein bedeutendes Zentrum für Fremdenverkehr, eine Badestadt, ein Kur- und Erholungsort. Eger ist eine Stadt der Denkmäler, ein historischer Pilgerort. Es ist eine traditionelle Studentenstadt, der geistige Mittelpunkt der Gegend und gleichzeitig ein Sportzentrum. Die Stadt ist das Zentrum der historischen Weingegend von Eger, sie ist eine der altehrwürdigsten ungarischen Kleinstädte. Eger ist das Erholungs- und Touristikzentrum des Mátra- und Bükkgebirges. Aus der Zeit der Landnahme sind keine Funde aus dem enger gewordenen Gebiet der Stadt bestehen geblieben. Solche sind nur im Laufe der von Gyula Bartalos in den Jahren 1898-99 in dem neben Eger liegenden Schönfrauental ausgeführten Ausgrabungen gefunden wurden. Für die wenigen Funde besteht die Erklärung, dass die heutige Stadt und die direkte Umgebung des Baches einen sumpfigen Waldboden hatten, der nur durch wissentliche Naturumwandlung für menschliches Wohnen geeignet werden konnte. Die historische Innenstadt von Eger sind praktisch die Burg und ihr Anziehungskreis. Obwohl die heutige historische Innenstadt mit ihren imposanten Gebäuden, Restaurants, kulturellen Attraktionen die Touristen anzieht, spielen doch die Burg und die mit ihr verbundenen Legenden eine wichtige Rolle im Fremdenverkehr von Eger. Die Bekanntheit der Stadt Eger wird vor allem von ihrer historischen Vergangenheit bestimmt. An den legendären Ort des Kampfes zwischen den berühmten Verteidigern der Burg und den Türken kommen jährlich Hunderttausende. Das bedeutendste Werk der Arbeit des berühmten Schriftstellers von Eger, Géza Gárdonyi, „Die Sterne von Eger" hat auch im neuen Jahrtausend seine Wirkung, es sichert seine Berühmtheit auch der neueren und immer neueren Generation. Neben der Burg zählen die exotischen Türkendenkmäler, das Minarett, das Türkenbad als Kuriosum in der Region und ebenso im Lande. Für das Bekanntwerden der Stadt haben ihre Visitenkarten auch jene berühmten Architekten hinterlassen, die vor Jahrhunderten solche architektonische Meisterwerke, wie das Lyzeum, die Basilika, das Rathaus, die Minoritenkirche und zahlreiche Barockgebäude geschaffen haben, die grundlegend das heutige Gesicht und die Stimmung der Stadt bestimmen. Die Teilnehmer der jährlich stattfindenden Sommeruniversität für Denkmalsschutz tragen den Ruf der Stadt in alle Erdteile der Welt.
DAS ZENTRUM DES WISSENS: DAS LYZEUM
Der Eszterházy-Platz war immer schon der kirchliche Mittelpunkt von Eger. Heute bilden drei bedeutende Bauten die architektonische Gemeinschaft.: das Lyzeum, der Bischofspalast und die Basilika. Das Lyzeum bedeutete im 18. Jh. in Ungarn als Begriff eine solche Institutsgemeinschaft, wo mit dem Gymnasium auch ein Glied, das eine Bildung der Oberstufe bietet, verbunden war. Eigentlich wurde das Gebäude des Lyzeums zur Aufnahme der geplanten Universität von Eger gebaut. In der Mitte des 18. Jahrhundert entstand die heutige Wesensart der Stadt. 1705 wurde ein Seminar, 1740 eine Rechtsschule, 1754 ein Jesuitengymnasium gegründet. Den Gedanke einer „Universität" hatte als erster der Bischof Ferenc Barkoczy aufgeworfen, dann als er nach Esztergom als Fürstprimas gelangte, hat Károly Eszterhazy die Bauarbeiten fortgesetzt. Das Gebäude wurde von 1765-86 erbaut. Der erste Planer war Mátyás Gerl, dann übernahm Jakab Fellner unter der Beauftragung von Eszterházy die Aufgabe. Das riesige Gebäude hat einen regelmäßigen viereckigen Grundriss, es umzäunt einen großen Innenhof. An der Hauptfassade ist neben den barocken Stilmerkmalen auch die Blendarchitektur des Zopfstiles (Stil des Ludwig XVI.) zu finden. Die Mitte der Hauptfassade und die beiden Seiten des Gebäudes nimmt im ersten Geschoss je ein großer Saal ein, die so hoch sind, dass sie bis zur Decke des zweiten Stockes reichen. Über dem Haupteingang ist der Festsaal, der aus verschiedenen feierlichen Anlässen geöffnet wird, zu finden. Früher war er der Ort für ehemalige feierliche Disputationsprüfungen, wo die Diskussionspartner von dem sich gegenüber befindenden, an den zwei Geschossteilen gestalteten Balkons aus ihre Standpunkte verteidigen konnten. Das heute schon ein wenig abgenutzte Deckenfresko wurde von dem österreichischen Maler Franz Sigrist gefertigt. Auf dem Fresko werden symbolisiert die vier geplanten Universitätsfakultäten vorgestellt, diese sind die Rechtswissenschaft, die Theologie, die Ärzteausbildung und die Naturwissenschaften. Außer den Schulfeierlichkeiten gibt der Saal oft Platz für verschiedene Konferenzen. An der Nordseite des Gebäudes ist die Kapelle zu finden, an deren Decke wurde von Franz Anton Maulbertsch das Fresko „Die Seligen" gefertigt. An der Südseite finden die Interessenten den großen Saal der Bibliothek der Diözese. Leider wurde das Gebäude nie eine Universität. Es gab Anzeichen dafür, dass Maria Therese im Jahre 1772 für die von dem Amtsarzt des Komitats, Ferenc Markhot geleitete erste ungarische, ebenfalls Ärzteschule in Eger das Recht zur Ausgabe des Doktorgrades abschlug. Der 14. Paragraf des Ratio Educationis von 1777 aber sagte aus, dass es in Ungarn nur eine Universität geben kann, und das ist die von Buda. Daraufhin erhält die Universität von Eger den Rang eines Lyzeums. Es gab hier eine Schule für Theologie, Pädagogenausbildung, eine Rechtsakademie und Zeichenschule. Nach deren Auflösung wurde im Jahre 1949 die Hochschulfakultät der Universität „Lajos Kossuth" in Debrecen hier angesiedelt, diese wurde in den nächsten Jahren selbständig. Sie wurde als Pädagogische Hochschule bekannt. Heute trägt sie den Namen des Bauherren, des Bischofs Károly Eszterházy. |
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22 Juni 2006 ) |
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