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Bangkok - Die Stadt der Engel (Reisebericht) Drucken E-Mail
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Geschrieben von Markus Hoh   
Samstag, 11 Februar 2006

Bangkok - Großer PalastBei unserem Thailand-Trip waren wir allein 2 Wochen nur in Bangkok. Die meisten Touristen haben hier nur einen Zwischenstopp für max. 1 oder 2 Tage bevor Sie in Ihren Strandurlaubsort im thailändischen Süden weiter reisen. Die Stadt hat aber mehr Zeit verdient.

Bangkok hat viele hundert Tempel und Paläste. Ich möchte nur einige herausstellen, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte:

Großer Königspalast
Für das weitläufige Gelände mit Palästen, Tempeln, Parks, Statuen, Regierungsgebäuden sollte man möglichst einen ganzen Tag einplanen. Hier findet man auch das wichtigste Heiligtum, den Wat Phra Kaeo mit dem berühmten Jade oder auch Smaragd Buddha, den großen Chakri-Palast oder Phra Sri Ratana mit seinem vergoldeten Chedi.

Wat Po
Unweit vom Großen Palast befindet sich der Wat Po. Berühmt der Tempel durch den riesigen, mit Blattgold überzogenen „liegenden Buddha“.

Wat Arun (Tempel der Morgenröte)
Der Chedi ist ein Wahrzeichen der Stadt und besteht aus einem Mosaik aus bunden Porzellan-Stücken. Ein Erlebnis ist der herrliche Ausblick über Stadt und Fluß, den man von der Aussichtsplattform hat. Wenn auch der Auf- und Abstieg beschwerlich und nur über extrem steile Treppen möglich ist. Aber es lohnt sich!

Wat Suthat
Die Tempelanlage gilt als einer der ältesten Bangkoks und befindet sich an einer verkehrsreichen Straße in der Altstadt. Herauszuheben sind die aufwendigen Wandgemälde, eine 8 m hohe Buddha-Statue und die im Innenhof aufgereihten 150 Buddha-Statuen.

Große Schaukel
Befindet sich direkt vor der Tempelanlage des Wat Suthat. Eigentlich ist nur noch der Teakholzrahmen der Schaukel zu sehen. Bis 1932 war die große Schaukel Mittelpunkt einer religiösen Zeremonie, ber der besonders wagemutige Männer sich bis 25 m in die Höhe schwangen um einen Beutel Silbergeld mit den Zähnen zu schnappen. Dabei kam es zu vielen Unfällen und Todesfällen, sodass die Zeremonie schließlich verboten wurde.

Am besten ist Bangkok mit dem Taxi oder dem TukTuk zu erkunden. Die Fahrten sind für unsere Verhältnisse sehr günstig. Wichtig ist jedoch beim TukTuk vorher den Preis auszuhandeln. Im Taxi auch entweder einen Festpreis vereinbaren oder unbedingt darauf achten, dass ein Taxameter vorhanden ist und auch eingeschaltet wird. Damit geht man Wucherpreisen und unangenehmen Diskussionen am Ende der Fahrt aus dem Weg. Es ist relativ schwierig ein Taxi für längere Strecken zu bekommen. Fahrer verlassen ungern Ihr Viertel, da Sie hauptsächlich von der Grundgebühr leben. Bei längeren Strecken muss man oft in Etappen aufteilen und das Taxi wechseln. In jedem Fall sollte man eine Karte vom Hotel mitnehmen. Die meisten Fahrer sprechen kein Englisch und Straßen- oder Hotelnamen werden in Thai oft völlig anders gesprochen als wir Europäer das lesen und aussprechen. Busse sind zwar noch günstiger, jedoch meist überfüllt. Man sollte die Rush-Hour morgens ab 8.00 Uhr und abends ab 17.00 Uhr meiden. Wer sich den Verkehr zutraut kann sich ein Moped mieten und sich wie viele Thais durch die stehenden Autos schlängeln. Dann aber bitte inklusive Kavalier-Start an der Ampel, den jeder Thai perfekt beherrscht.

Unbedingt sollte man eine Fahrt in einem Langboot durch die Kanäle (Klongs) unternehmen. Anlegestellen gibt es viele. Wir sind damals am Oriental Hotel zugestiegen. Bei dieser Fahrt lernt man den Facettenreichtum Bangkoks am besten kennen. Von den schwimmenden Märkten mit Booten überladen mit Früchten und Gemüse, zu Hausbooten, die immer noch Wohnung für tausende Thais sind. Vorbei an Brücken, Wolkenkratzern und Tempeln.

Shopping-Möglichkeiten sind unendlich in Bangkok und die Preise für Textilen, Spielzeug, Schmuck und Elektronik sind wahrhaft Schnäppchen. Zentrum für Kaufwütige ist der Siam Square. Hier findet man auf engstem Raum Shoppingcenter, Restaurants und Geschäfte. In den blitzsauberen und riesigen Shopping-Mall`s nach amerikanischem Vorbild ist es dabei etwas teurer als auf den weit verbreiteten Märkten. In jedem Viertel gibt es kleinere Märkte auf denen die Thais Ihren täglichen Bedarf decken. Sollten Sie an einem vorbei kommen ist das auf jeden Fall ein Erlebnis für alle Sinne. Händer bieten von Gemüse, über Fleisch, Fisch, Bekleidung, Spielzeug bis hin zu lebenden Tieren, Fröschen oder Schlangen alles an, was der Thai so braucht. Unsere europäischen Nasen und Mägen werden dabei auf eine harte Probe gestellt.

Noch einige Tipps zum Verhalten:

Ich rate jedem sich etwas mit den asiatischen Umgangsformen anzufreunden, bevor er Thailand bereist. Uns hat die Gelassenheit und Freundlichkeit der Thais begeistert. Irgendwie haben Sie sich einen Teil ihrer Kindlichkeit und Verspieltheit auch im Alter bewahrt. Dem Farang (Ausländer) begegnet der Thai mit Achtung und Aufgeschlossenheit, solange man sich an gewisse Regeln hält. Man sollt möglichst nie Ärger zeigen und immer ruhig und höflich bleiben. Ansonsten verliert man sein Gesicht. Weiterhin sollte man einen Thai (auch Kinder) nie am Kopf berühren. Im Kopf sitzt die Seele, welche heilig ist. Füße hingegen gelten als unrein. Bevor man ein Privathaus oder einen Tempel betritt bitte Schuhe ausziehen. 95% der Thais sind Buddhisten und alle lieben ihr Königshaus. Deshalb sind Witze oder respektloses Verhalten gegenüber einer der beiden oben genannten Punkte unangebracht und können im ungünstigsten Fall sogar ins Gefängnis führen.


Wir waren damals im Februar/März in Thailand. Die heißeste und trockenste Zeit ist von November bis April. Bei uns lag die Temperatur Tags immer zwischen 35 und 40°C. Nachts nie unter 30°C. Regen haben wir nur an einem Tag gesehen. Von Mai bis Oktober sind die Temperaturen angenehmer, dafür aber häufiger Regen.

Wenn ich heute an Thailand zurückdenke erinnere ich mich vor allem an den intensiven Geschmack der Früchte. Egal ob, Banane, Ananas, Mango oder unaussprechliche Sorten, die bei uns aufgrund Ihrer Verderblichkeit nicht zu haben sind, alles schmeckt um ein Vielfaches intensiver und besser als bei uns. Auch wer einmal den Thai-Reis gewohnt ist, findet die bei uns käuflichen Sorten nur noch fade. Das Wort „scharf“ hat für uns heute eine andere Bedeutung. Manche Sachen sind echt teuflisch!

Leider hatten wir damals noch keine Digitalkamera, sodass die Qualität der Bilder teilweise etwas schlecht ist. Hier noch ein Paar Bilder.


Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23 Februar 2006 )
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