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Bienvenidos - Fuerteventura (Reisebericht) Drucken E-Mail
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Geschrieben von Ingrid   
Mittwoch, 22 Februar 2006

Jandia StrandFrei aus dem Spanischen übersetzt bedeutet Fuerteventura „starkes Glück“. Doch dieses Glückgefühl ist bei uns nicht eingetreten als wir 1990 zum ersten Mal unseren Fuß auf die Insel setzten und unsere neugierigen Blicke umherschweifen ließen. Die „Ziegeninsel“ Fuerteventura empfing uns eher mit einer Art von ausgetrocknetem und verbranntem Charme. Kein Baum, ab und zu ein Strauch, alles wüst und trocken. Liebe auf den ersten Blick ist bei uns nicht aufgekommen – doch dafür ist eine umso dauerhaftere Liebe zu dieser ältesten (20 Mio. Jahre) Kanarischen Insel entstanden. Denn hinter der braungelben, verbrannten und kahlen Landschaft mit karger Vegetation und dürren, braunen Ziegen verbirgt sich ein außergewöhnliches Eiland.

100 km lang und 30 km breit ähnelt Fuerteventura in ihrer Form einem Seepferdchen. Sie besteht eigentlich aus zwei Inseln, die miteinander verbunden sind. Dem größeren nördlichen Inselteil Maxarote und der kleineren südlichen Halbinsel Jandia.

Zwei große Strandregionen sind touristisch bedeutend: Im Norden die hellen Sandstrände von Corralejo mit der einzigartigen Dünenlandschaft und im Süden die Playa de Sotavento zu dem auch der Jandia Playa gehört. Die Nähe zur Sahara, Fuerteventura liegt ca. 100 km von der afrikanischen Küste entfernt, prägt das Erscheinungsbild der Landschaft an der Ostküste. Dünen und kilometerlange, einsame helle Sandstrände sind die Regel und nicht die Ausnahme.

Der ganzjährig über die Insel fegende Passatwind hat keine Schwierigkeiten, die wenigen Wolken, die sich ab und zu über Fuerteventura aufhalten, beiseite zu schieben, um der Sonne Platz zu machen. Aus diesem Grund ist Fuerteventura die Insel mit dem geringsten Niederschlag der Kanaren. Statt Regen führt der erfrischende Wind, der selbst die heißesten Tage des Jahres erträglich macht, der Insel ständig Saharasand zu, der sich ablagert und immer neue Strände schafft.

So hat die Insel zwei Gesichter, die uns faszinieren, auf der einen Seite ausgezehrt, staubig und karg, bietet sie auf der anderen Seite jedoch unzählig viele Sonnenstunden und kilometerlange, hellgelbe Sandstrände, die zum Sonnenbaden und ausgiebigen Strandspaziergängen einladen. Ein tiefblauer Atlantik mit kristallklarem Wasser rundet das Bild ab. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 18°C im Winter und 22°C im Sommer.

Unser Feriendomizil auf „Fuerte“, wie Insider es nennen, ist ganz im Süden die Playa de Jandia, nahe dem ehemaligen Fischerdorf Morro Jable. Hier finden wir alles was zu einem Traumurlaub gehört. Nämlich herrliches Wetter, einen kilometerlangen breiten Sandstrand, kristallklares Wasser, Badespass, Entspannung und Erholung pur. Trotz zunehmenden Tourismus in den letzten Jahren besteht immer noch die Möglichkeit sich seinen eigenen, ungestörten Platz am Strand zu suchen.

Hotels und Apartments stehen in allen Preiskategorien zu Verfügung. In Morro Jable kann man direkt am Meer in zahlreichen Restaurants die kanarische Küche mit frischem Fisch und Mojo ( Sauce mit viel Knoblauch) genießen..

Wer nicht nur einen Badeurlaub verbringen möchte, findet ein großes Sport- und Unterhaltungsangebot wie z.B. Tennis, surfen, Wasserski, segeln, tauchen, Volleyball, Mountainbiking, Hochseeangeln (Haifischtour) usw.

Außerdem werden Jeepsafaris, Kamelreiten, zahlreiche Ausflüge und Inselrundfahrten angeboten.

Wer eine Fahrt ins Landsinnere unternimmt, wird keine klassische Sehenswürdigkeit entdecken; von nirgendwo sind antike Tempelruinen, Kathedralen oder Altertümer zu vermelden. Auch farbige Exotenmärkte, auf denen Orientalisches und Antiquiertes sich ein Stelldichein geben, oder Naturwunder sind nicht die Sache dieser Insel.

Nein, man muss etwas anderes lieben können, will man von Fuerteventura ins Schwärmen geraten. Man muss zum Beispiel ein Freund sein von immer wiederkehrenden, fast langatmigen Bildern gelbgrauer Bergzüge, trockener Einsamkeit und ländlich drückender Stille. Dies sind die Grundtöne der Insel. Weitverstreute Dörfer, die umgeben sind von roter Erde, dazu gehören struppige Palmen, nimmermüde Windräder und kantigen Türme schwarzweißer Dorfkirchen. Wer eine Ader dafür hat, die Atmosphäre eines Ortes in sich aufzunehmen und die Ruhe mitzuerleben, wird berührt und gefangen sein. Und wer diese Schwelle überschritten hat, den lässt die Insel nicht mehr los.

Es heißt, man kommt einmal nach Fuerteventura und dann nie wieder oder immer wieder.

Wir gehören zu denen die immer wieder kommen, denn wir sind der Meinung Fuerteventura ist etwas ganz Besonderes.

Meine Bilder zu diesem Bericht finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 24 Februar 2006 )
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