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Das Salzbergwerk Wieliczka (Tipp) Drucken E-Mail
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Geschrieben von haderluuner   
Sonntag, 05 März 2006

WieliczkaNach unserer erfolgreichen Fahrradtour durch die Geschichte Krakaus, haben wir Lust auf mehr bekommen und haben nochmals von unserer Rezeption einen sehr guten Tipp erhalten. Das Salzbergwerk in Wieliczka. Ein Salzbergwerk haben wir in Deutschland auch, schon als Schulkinder haben wir Ausflüge zum Salzbergwerk Berchtesgaden unternommen. Sollten wir uns noch ein polnisches Bergwerk ansehen? So groß wird der Unterschied ja nicht sein. Doch weit gefehlt, das Salzbergwerk in Wieliczka wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Mit dem Bus machten wir uns auf nach Wieliczka. Die Ortschaft ist cirka 12 Kilometer von Krakau entfernt. Schon als wir vom Bus ausstiegen, merkten wir, Wieliczka ist eine schöne ländliche Ortschaft. Hier gibt es nicht nur das Bergwerk zu besichtigen. Auch ein Rundgang durch die kleine Stadt lohnt sich.

Kronleuchter im Salzberkwerk WieliczkaZuerst aber, machen wir uns auf Richtung Salzbergwerk, das von weitem schon zu erkennen ist. Noch nichts ahnend, welches Erstaunen uns die nächsten 2 Stunden bringen werden. Der Eintritt von 55 Zloty (etwas mehr als 14 Euro) kam uns, für polnische Verhältnisse, recht teuer vor. Nachträglich gesehen, war es aber das Eintrittsgeld wert. Eine Führung in deutscher Sprache ist möglich.

Die Führung beginnt und wir laufen viele Treppenstufen hinab. Wir erfahren die Geschichte des im 13. Jahrhundert gegründeten Salzbergwerkes. Über Jahrhunderte war das Werk die Reichtumsquelle des Landes und bildete die Grundlage zur Finanzierung der jetzigen Kulturgüter Polens.

Auf neuen Ebenen, befinden sich cirka 300 km Gehwege und etwa 3000 Kammern in der Salz abgebaut wurde. Wir dürfen allerdings nur einen kleinen Teil von ungefähr 3,5 Kilometer begutachten. Der Hauptteil befindet sich in 125m Tiefe. Dort befinden sich auch das Restaurant und die Souvenirgeschäfte.

Kapelle Salzberkwerk WieliczkaBezaubernde unterirdische Seen, alte Bergbauanlagen und nachgestellte Szene der Bergbauarbeit konnten wir bewundern. Doch alles war nichts gegen die wunderschöne Kapelle, in 125 Meter Tiefe, die heute für Musikkonzerte, Ärztekongresse, Hochzeiten, Silvesterbälle und viele andere Veranstaltungen dient. Bis zu 300 Events, mit bis zu 500 Personen, werden hier im Jahr abgehalten.
Eine riesige Treppe führt uns hinab in den großen Saal der Kapelle. Der Altar, die Bodenfließen und der Statuen sind allesamt aus dem Salzgestein. Erstaunt blicken wir auf die in Salzstein gemeißelten Bildnisse vom Abendmahl und andere bekannte Bilder. An der Decke leuchten große Kronleuchter, dessen Licht sich im Salzstein reflektiert. Die Stimmung die hier herrscht ist nicht zu beschreiben.

Das sollten auch Sie sich nicht entgehen lassen.

Genießen Sie nach der Tour das kleine Städtchen und kehren Sie in eines der wenigen Gasthäuser ein. Ich kann mich nicht mehr genau an den Namen des von uns gewählten Gasthauses erinnern, aber dafür an die polnische Küche, die hier auf dem Lande noch mal einen ganz anderen Geschmack hat, als in Krakau.

Einige Impressionen des Bergwerkes habe ich auch als Fotoshow eingereicht.

Mehr Informationen und Bilder finden Sie auf der offiziellen Seite des Salzbergwerkes Wieliczka.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 01 April 2006 )
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