| Sölden - Hot Spot im Ötztal (Reisebericht) |
|
|
| Geschrieben von Heike H. | |
| Donnerstag, 06 April 2006 | |
|
Wer nur eine Nacht bleiben will und nicht in einem teueren Hotel übernachten möchte hat erfahrungsgemäß Probleme mit der Zimmersuche. Denn Privatvermieter und Pensionen geben nur ungern ein Zimmer für nur eine Nacht am Wochenende. Also ruhig bleiben, eine Suche vor Donnerstag/Freitag hat sowieso keinen Sinn, da vorher noch keiner seine freien Zimmer für eine Nacht abgibt. Gute Hilfe bietet der Tourismusverband Sölden ( ). Nachdem wir die halbe Nacht mit dem Auto gefahren sind kommen wir früh in Sölden an. Wir beziehen schnell unsere Zimmer und stehen kurz darauf am Lift. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und um uns herum ein Bergpanorama, dass uns den Atem nimmt. Das wird ein richtig geiles Wochenende! Sölden an sich liegt zwar auf 1377 m, die Sonne hat aber schon so viel Kraft, dass im Tal keine durchgängige Schneedecke mehr vorhanden ist. Rauf geht`s mit der Giggijochbahn. In der Gondel erzählen unsere Mitfahrer vom Apres Ski letzte Nacht, unzähligen Bieren im Bierhimmel, Ötzi-Keller und im Q-Stall bis zum bitteren Ende in einer Go-Go Bar. Schlaf haben Sie wahrscheinlich ebenso wenig wie wir bekommen. Oben angekommen, es hat noch Schnee ohne Ende. Die Pisten sind bestens prepariert. Zum Einstimmen nehmen wir die blauen und roten Pisten vom Rotkogel hinab zum Giggijoch. WOW – das geht richtig gut. Gleich nebenan ist auch der Boarder-Park. Wir sind uns einig Sölden und die Ötztal-Arena war genau die richtige Entscheidung.
Am Tiefenbach machen wir Brotzeit. An windgeschützten Stellen ist die Sonne so warm, dass ein T-Shirt ausreicht. Wir genießen die Sonne bei einem Weizenbier. So lässt sich’s aushalten. Während die einen am liebsten den Nachmittag in der Sonne gedöst hätten, drängen die anderen bereits wieder zum Aufbruch. Am Rettenbachgletscher gibt der Gletscher einen Einblick in sein Inneres. Die Bruchkante lässt einen ahnen wie dick das Eis unter der Schneedecke noch ist. Am Fuße des Rettenbachferner befindet sich auch das erste Igludorf Österreichs. ICEGLOO Village bietet die höchstgelegene und außergewöhnlichste Übernachtungsmöglichkeit Österreichs. Selbst eine Sauna ist im Dorf integriert. Leider haben wir nur eine Nacht. Bei längerem Aufenthalt ist eine Nacht in den Iglus sicherlich ein faszinierendes Erlebnis. Zusätzlich lassen sich noch einige Events wie, Race Night, Airboardcarving, Iglubauworkshop, Candelight Night und Schneeschuhwanderungen dazu buchen.
Unsere Vermieterin macht uns darauf aufmerksam, dass im Übernachtungspreis ein freier Eintritt in der Freizeitarena Sölden beinhaltet ist. Das familienfreundliche Erlebnisbad mit Kinderbecken, Wildwasserkanal, Massagedüsen und Rutsche setzt auf tiroler Gemütlichkeit. Der angeschlossene Wellnessbereich mit Blocksauna, Sanarium, Kräuterbad und Dampfbad gibt uns Möglichkeit die geschundenen Muskeln und Knochen zu regenerieren. Wer noch nicht genügend Sport am Tage hatte findet hier auch ein Fitness-Center, eine Turnhalle, Tennishalle und eine Kegelbahn. Uns reicht`s, wir wollen was Essen. Die Auswahl an Restaurants ist riesig. Es gibt einige Pizzerien, aber auch noch typisch tiroler Hausmannskost wie in Grüner’s Almstube oder im Grauen Bär. Wer auf kulinarische Hochgenüsse im gepflegten Ambiente Wert legt, sollte sich in der Haubenküche der Ötztaler Stube im Hotel Central bekochen lassen. Wir wählen die gut besuchte Pizzeria Gusto, direkt am Rettenbach. Keine schlechte Entscheidung, die Pizzen sind riesig und wir kämpfen alle mit der Portion. Immer noch kommen Leute mit Ski-Klamotten und Ski-Stiefeln anscheinend direkt vom Après Ski zum Essen. Langsam machen die ersten von uns schlapp, wir sind vollgefressen und müde. Nix mehr Party, wir fallen in unsere Betten und schlafen. Am nächsten Tag das gleiche Bild. Wieder herrliches Wetter, super Pisten, ideale Bedingungen. Wir nutzen den Tag noch mal komplett zum Boarden. Gegen Abend machen wir uns wehmütig auf die Heimreise. Vor uns liegen ca. 5 Stunden Autofahrt.
|
|
| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 06 April 2006 ) |
| < zurück |
|---|


Jeder schimpft über den langen Winter in diesem Jahr. Wir nicht, wir möchten Anfang April noch mal zum Abschluss der Snow-Board-Saison einen Wochenendkurztrip nach Sölden machen. Der Reiseführer verspricht: Sölden hat sich gänzlich dem Tourismus verschrieben. Vom Bergbauerndorf blieb kaum etwas übrig. Dafür ist das Angebot perfekt. Hotels, Gasthöfe, Après-Kneipen und Bars bestimmen das Ambiente. Die Ötztal-Arena ist das richtige Revier zum Austoben – auf den 158 km Pisten und auf den Partys am Abend.
BIG3 Think big – Think Sölden, so lautet das Motto der Ötztal-Arena. BIG3, das sind die 3 Dreitausender, Gaislachkogl, Tiefenbachgletscher und Schwarze Schneid, welche im Skigebiet lifttechnisch erschlossen sind. Die Gletscher bieten das ganze Jahr einen durchgängigen Skizirkus. Schneesicherheit ist in Sölden also im Winter kein Thema, auch wenn unten der Schnee gegen Mittag sulzig wird, am Gletscher geht`s noch prima mit super Schnee. Auf allen Dreien wurden Aussichtsplattformen errichtet, die eine fantastische Aussicht auf die weite und unendlich wirkende Bergwelt der Alpen ermöglicht. Bei klarer Sicht sind Gipfel in noch 100 km Entfernung sichtbar.
Oben schließen die Hütten recht bald, bevor die Pistenkontrolle die letzte Abfahrt macht. Wer noch nicht Schluss machen möchte findet sich am Besten in der Obstlerhütte (An der schwarzen Abfahrt 20 zwischen Giggijoch und Talabfahrt Sölden) ein. Dort geht das Apres Ski bis in die Nacht. Die Talabfahrt im Dunkeln mit entsprechend Promillen ist zwar risikoreich, bringt aber jede Menge Spaß. Bislang ging das immer gut, alleine würde ich das Abenteuer aber nicht wagen. In Sölden selbst tanzt auch nach Sonnenuntergang an den Pavillions und Bars am Auslauf der Pisten immer noch der Bär. Party-Musik aus den Boxen heizt die Stimmung an. Wir entscheiden uns jedoch erst zu duschen und umzuziehen.