| Privates Schlossgut Casa Loma (Tipp) |
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| Geschrieben von Michael Gerstel | |
| Samstag, 04 Februar 2006 | |
Knapp eine Woche sind wir nun schon in Toronto. Viele Kilometer sind wir wahrscheinlich schon gelaufen. Wir haben Downtown durchkämt, den CN-Tower besichtigt und im 360°-Restaurant einen herrlichen Blick genossen. Nun steht noch der Hafen und Casa Loma aus. Casa Loma? Ein Tipp von der freundlichen Dame an der Hotelrezeption.
Eigentlich wollten wir eine Busfahrt zu den Niagara Fällen machen, doch dafür müssten wir einen kompletten Tag einplanen. Die Sonne scheint – und wir möchten nicht unbedingt den schönen Sonntag im Bus verbringen. Also erkundigten wir uns nach einer Möglichkeit wie wir zu diesen Schlossgut Casa Loma kommen. Wir betreten das Schloss und erhalten sofort im großen Saal kostenlose digitale Multimediaführer. Die Funktionsweise wird uns sogar in Deutsch erklärt und auch die Berichte sind in Deutsch. Mit dem „Walkman“ können wir nun alles über das Schloss und seinem Herrn Henry Mill Pellatt lernen. Angenehm eine solche Führung. Unabhängig von lauten Touristengruppen, unabhängig eines Zeitplans – wir können das Schloss so genießen wie wir das möchten. Das Schlossgut hat wie oben bereits erwähnt Henry Mill Pellant ein prominenten Finanzier, Industrialisten und Militaristen gehört. Der Bau begann 1911 mit einer Bauzeit von 3 Jahren mit insgesamt fast 300 Arbeitern. 3.500.000 kanadische Dollar kostete das Märchenschloss, dass seinem großen Vorbild dem deutschen Schloss Neuschwanstein ähnelt. Leider konnte Sir Henry das schöne Anwesen nur zehn Jahre lang genießen, bevor ihn eine finanzielle Misswende zwang das Schloss aufzugeben. Besonders zu empfehlen ist ein Spaziergang durch die 2,5 Hektar schöne Parkanlage. Richtig wohltuend, wenn man bedenkt, dass man sich mitten in Toronto befindet. Die Sonne auf einer der vielen Parkbänke genießen abseits vom Trubel der Großstadt. Nicht zu vergleichen mit dem Central Park, dafür aber mit hübsch gestalteten Wegen und Blumen. Der Garten wird vom „Garden Club of Toronto“ gepflegt. Im Inneren des Schlosses sollte man sich Zeit für die vielen Zimmer nehmen. Ein Muss sind die Zimmer: Lady Pellatts Gemach, sowie ihr Badezimmer, Sir Henrys Arbeitszimmer, die Bibliothek, das runde Zimmer und das Eichenzimmer, dessen Vertäfelung aus Schnitzereien in französischer Eiche besteht. Zwangsläufig kommt der Gedanke auf, wie es denn wohl gewesen wäre, wenn man 1920 hier gelebt hätte. Ich bin sicher Ihre Gedanken machen ebenfalls diese Zeitreise. Wer noch nicht müde ist, der sollte sich nun durch das Dachgebälk wagen und sich auf dem frei zugänglichen „Normanischen Turm“ von der Aussicht überwältigen lassen. In weiter Ferne kann man den CN-Tower und den Lake Ontario bewundern. Wer nach alledem noch nicht müde ist, der sollte sich nun von oben zum Arbeitszimmer von Sir Henry begeben. Von hier aus führt ein geheimer Gang direkt zum Weinkeller. Welcher Manager hätte nicht gerne auch einen direkten Weg zu den geliebten Rebensäften? Im Weinkeller angekommen können Sie nun den langen unterirdischen Tunnel (244m) zu den Stallungen, dem Kutschenhaus und der Gärtnerei angehen. Ich frage mich heute noch, hat Sir Henry diesen nur gebaut um trockenen Fußes vom Schloss zum Kutschenhaus und umgekehrt zu kommen, oder hatte dieser lange Gang noch eine andere Bewandtnis? Vielleicht finden Sie es heraus. Eine Diashow zum Schloss Casa Loma finden Sie hier.
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23 Februar 2006 ) |
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Knapp eine Woche sind wir nun schon in Toronto. Viele Kilometer sind wir wahrscheinlich schon gelaufen. Wir haben Downtown durchkämt, den CN-Tower besichtigt und im 360°-Restaurant einen herrlichen Blick genossen. Nun steht noch der Hafen und Casa Loma aus. Casa Loma? Ein Tipp von der freundlichen Dame an der Hotelrezeption.
