| Zum Törggelen nach Südtirol (Tipp) |
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| Geschrieben von Markus Hoh | |
| Montag, 17 April 2006 | |
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Zum Törggelen nach Südtirol
Nach der Weinernte im Herbst zog man von Torggl zu Torggl um vor Ort den jungen Wein zu verkosten. Hieraus entstand das Törggelen, dass als beglückende Verbindung von Wandern, Jauseneinkehr und Weinprobieren sich heute wieder steigender Beliebtheit erfreut. Die Teilnahme kann man nicht buchen und der Brauch hat noch mit Kommerz wenig zu tun. Liegt am Ende der Traubenlese die neue Ernte im Keller, steckt der Weinbauer am Hofeingang den Die beste Zeit zum Törggelen ist vom Oktober bis in den Winter hinein, wenn der Herbst das Laub in bunte Farben tönt und die ersten Schneefälle den Bergspitzen weiße Hauben aufsetzen. Dann ist der Morgen die beste Zeit zum Wandern, mittags lässt man sich von der Altweibersonne wärmen und am Nachmittag kehrt man zum Törggelen ein. Stationen dazu, Wirtshäuser wie Weinbauernhöfe, gibt es überall wo Wein wächst. Der gedeiht vorzüglich an den Hängen des Etsch- und Eisacktales. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 17 April 2006 ) |
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Törggelen ist ein alter Brauch im bäuerlichen Südtiroler Jahreslauf und ist am ehesten mit dem österreichischen Heurigen zu vergleichen. Das Wort kommt von Torkel oder mundartlich „Torggl“, so nennt man die alten Weinpressen, die früher in jedem Weinbauernhof zu finden waren.
„Buschen“ (zusammengebundene Laubbaumzweige) aus. Dies ist Signal und Einladung zugleich zum Törggelen. Zuerst probiert man den Süßmost, dann den vergorenen „Suser“, später den fast zum Wein gereiften, noch milchigen „Federweißen“, zuletzt den „Nuien“, den jungen Wein. Dazu werden gerne „Kötschn“ (Röstkastanien), „Schlutzkrapfen“, Speck am Brett mit Brot, Obst und Nüsse gereicht.