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Brixen in der Vorsaison 2006 (Reisebericht) Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 7
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Geschrieben von haderluuner   
Samstag, 17 Juni 2006
Unser geplanter Kanuurlaub auf der Böhmischen Seenplatte ist aufgrund der schlechten Wettermeldungen (13 Grad und Dauerregen) sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Oberitalien, besser gesagt Südtirol meldete hingegen Sonnenschein bis 29 Grad. Also viel unsere Entscheidung für den Vatertagsausflug auf Südtirol.

Außer dem Kalterer See kannten wir Südtirol nicht näher. Die saftig grünen Wiesen und die bergige Landschaft kurz nach der Brennerautobahn strahlte uns schon immer während unseren Fahrten Richtung Süditalien an. Doch noch nie wurde auch wirklich Stopp gemacht.

Im Internet entdeckten wir eine geplante Unifete in Brixen und so entschlossen wir uns die Stadt einmal näher anzuschauen.

Im Tourismusbüro wurden wir von der hübschen Barbara gleich gut beraten und sie empfahl uns, fünf Jungs, eine Ferienwohnung im Stadtteil Milland im Cafe Hofer (Sarnserstr. 8, Tel. und Fax 0472 / 834 033, email: ) . Für 70 Euro pro Nacht erhielten wir eine zwei Zimmer Ferienwohnung mit Balkon. Die Küche ist mit einer Schlafcouch und einer Eckbank ausgestattet. Das Schlafzimmer mit Doppelbett und wurde zusätzlich mit einem Beistellbett ausgestattet. Das Domplatz Brixenrelativ neue Badzimmer ist mit Dusche ausgestattet. Alles im Allem ist der Preis in Ordnung und außerdem besteht die Möglichkeit in der im Haus befindlichen Eisdiele zu Frühstücken.

Die erste Erkundungstour der Stadt stand an. Von unserer Wohnung führte ein Fußweg direkt am Fluss Eisack entlang bis zur Stadtmitte und das ganze in ungefähr 10 Minuten. Die Stadt macht einen gemütlichen und sehr ruhigen Eindruck. Wer also fernab von Touristenströmen sein möchte, ist mit Brixen Ende Mai gut beraten. Brixen ist eine Stadt mit kleinen Gassen, schönen Läden. Die Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein. Hier kann man in aller Ruhe einen Cappuccino trinken und dabei die wenigen, auf keinen Fall hektischen, Leute beobachten.

Was hat die Stadt noch zu bieten?

Kunst und Kultur
Kunst und Kultur BrixenDie 1000jährige Stadt zeigt gerne was sie zu bieten hat. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der Dom mit seinem oft erwähnten Kreuzgang im südlichen Teil des Gebäudes. Hier findet man das umfangreichste gotische Freskenensemble Tirols, eine Bilderbibel in 15 Arkaden allesamt von Meistern aus der Region geschaffen Ein Rundgang sollte auch den alten Friedhof beinhalten. Auf dem Domplatz sollte man auch dem Brunnen Beachtung schenken. Auch die Hofburg mit Herrengarten und Diözesanmusem wird Kunst-, Geschichte- und Kulturbegeisterte erfreuen. Die dort eine Sammlung von über 10.000 Krippenfiguren bewundern kann.

Restaurants und Hotels
Hat man den geschichtlich-kulturellen Teil hinter sich gebracht, bleiben Traubenwirt Brixennur noch die engen Gassen mit den kleinen Geschäften übrig. Ein paar gute Restaurants wie der Kutscherhof (Adresse:Hofgasse (gleich neben der Hofburg), Tel. 0472 802 674), der sowohl einheimische Küche, als auch Spezialitäten vom Grill (Spareribs sind lecker) und Bier vom Kloster Andechs anbietet, oder der Traubenwirt (Adresse: Traube Roman, Kleine Lauben, Tel. 0472 836 552), dessen Pizzen mit scharfen Öl, aber auch die anderen Speisen sehr zu empfehlen sind.
Hotels gibt es viele, darunter sicherlich auch viele empfehlenswerte. Aus eigenen Erfahrungen und Erzählungen von Bekannten können wir gutes von diesen Hotels berichten:

Garni Weissensteiner Dependance Traubenwirt
Runggadgasse 24
Tel. 0472 / 833 689
Fax 0472 / 834 731
http://www.traubenwirtgarni.it/
2 Sterne inmitten des Stadtzentrums gelegen

Hotel Elephant
Weißlahnstraße 4
Tel. 0472 / 832 750
Fax 0472 / 836 579
www.hotelelephant.com
4 Sterne, zentral gelegen. Man hat uns von sehr guter Küche berichtet.

Hotel Millanderhof
Plosestr. 58
Tel. 0472 / 833 834
Fax 0472 / 835 124
www.millanderhof.com
3 Sterne. Im Stadtteil Milland gelegen. Das Zentrum ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen.

und wer einen kleinen Fußmarsch in die Stadt nicht scheut, der ist beim urigen
Brückenwirt in direkter Nähe des Klosters Neustift gut beraten:

Hotel Brückenwirt
Stiftstr. 2
39040 Vahrn/Neustift
Tel. 0472 / 836 692
Fax 0472 / 837 587
http://www.brueckenwirt.it
3 Sterne. Ein Haus mit neuem Komfort und alter Tradition.


Lohnende Ausflüge
Für Ausflüge in der Umgebung ist das Kloster Neustift Pflichtprogramm. Eine Weinführung für 10 Euro pro Person wird über das Tourismusbüro Brixen angeboten. Allerdings ist die 1 ½ Stunden dauernde Führung nichts für wahre Weinkenner. Nur oberflächliche Erklärungen über Weinbau und dem Rebensaft sind zu erfahren. Die anschließende Verkostung der Weine war sehr spärlich und für uns sehr enttäuschend. Insgesamt nur 4 Weine im unteren Preissegment durften wir verkosten und fanden dabei keinen wirklich guten Wein. Bisher hatten wir noch nie eine Verkostung ohne eine einzige Flasche Wein verlassen. Schade eigentlich.

Für eine kleine Wandertour bietet sich das Lüsener Tal (ca. 14 km von Brixen) an. Naturliebhaber können hier die verschiedenen Vegetationen bewundern.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, der sollte auch einen Ausflug in die Gilfenklamm unternehmen. Einen gesonderten Bericht finden Sie ebenfalls auf den nächsten Seiten.

Auch Bruneck ist einen Abstecher wert. Das kleine zauberhafte Städtchen ist am Rienz gelegen und sollte aufmerksam erkundet werden. Wandmalereien, schöne Gässchen, die Burg und die Kirchen strahlen einen besonderen Charme aus.

Auch die Wanderung „Dolomitenblick Höhenweg“ auf der Plose wird mit einem unglaublichen Blick auf die Dolomiten belohnt. Wer nur den Anblick genießen möchte, der kann mit dem Auto, oder wenn die Seilbahn in Betrieb ist (ab Juni), nach Kreuzta fahren. Von dort sind es gerade mal 45 Minuten Fußmarsch direkt auf dem schönsten Teil des Dolomiten Panoramaweges (Wanderweg 17 und 17a) zur Rossalm. Dort kann man dann bei einer gemütlichen Pause die herrliche Aussicht und ein kühles Bier genießen.


Fazit: Brixen ist Ende Mai gut geeignet für Wanderer und Menschen, die die absolute Ruhe suchen. Jüngere Leute sind hier eher fehl am Platz. Die nur wenig guten Kneipen, das Jugendzentrum (hier spielt auch mal Livemusik) und der Diskothek Max (Bitte Themenabende beachten! Ansonsten landet man bei Elvis- oder Foxtrottmusik) bietet Brixen nicht allzu viel für die junge oder jungebliebene Generation.

Die Preise für Bier (meist von der Brauerei Forst, das kaum für bayrische oder nordländische Biertrinker geeignet ist) sind sehr saftig. Ein Hefeweizen für 3,80 Euro keine Seltenheit. Aber Südtirol ist eben eine Weingegend und deshalb sollte man auch den eher günstigen Wein verkosten. Guten Wein, nicht nur von Südtirol, kann man auch bei „Vinus“ in der Altenmarktgasse verkosten und kaufen.
Auch im Restaurant muss man schon sehr ordentlich in die Tasche greifen. Die Preise sind ähnlich wie am Gardasee.

Noch ein paar kleine Tipps:
Wer den Fluss bei der Adlerbrücke überquert und durch die anschließenden engen Gässchen von Stuffles schlendert, der sollte auf die Flussrichtung achten. Nicht nur uns, sondern auch anderen Urlaubern war es unbegreiflich, warum der Fluss plötzlich in die andere Richtung fließt. Hier zeigt sich, wer einen guten Orientierungssinn besitzt. Es ist ein unglaublicher Effekt, den man sich nur mit einem nachträglichen Blick auf den Stadtplan erklären kann, wenn man sieht, dass man zwei verschiedene Flüsse (Rienz und Eisack) überquert hat.

Rechtzeitig Karten für den Stadtbus lösen! Der Stadtbus ist eine feine Sache. Die Fahrkarten kosten nicht viel (Ein Sammelticket ist am günstigsten) und man kommt bequem in die Stadt oder auch zum Kloster Neustift. Allerdings werden die Fahrkarten nur in bestimmten Apotheken und Geschäften verkauft. Es gibt keine Möglichkeit diese im Bus zu lösen. Deshalb sollte man auf die Öffnungszeiten dieser Geschäfte (Siesta) achten!
Wer keine Möglichkeit hatte Fahrkarten zu lösen, wird nach einer kleinen Diskussion mit dem Busfahrer dennoch mitgenommen. Denn auch die Busfahrer halten von dem System mit den Verkaufsstellen nicht allzu viel.


Weitere Berichte und Fotoshows von unserer Tour:



Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22 August 2006 )
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