| Badeurlaub auf Sardinien(Reisebericht) |
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| Geschrieben von Markus Hoh | |
| Samstag, 25 März 2006 | |
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Elf Jahre ist es her, seit wir zum ersten mal auf Sardinien waren. Damals fand man zu 90% Italiener vom Festland als Touristen vor. Wir verbrachten unsere Zeit in einem ursprünglichen, typisch italienischem Ort, der sich noch nicht auf die Ansprüche Nord- und Mitteleuropäischer Touristen eingestellt hatte. – Herrlich. Englisch oder Deutsch war selten anzutreffen, was bei so mancher Essensbestellung zu einer Überraschung auf dem Teller führte. Aber von Anfang an, die Anreise ist mit dem Auto über Fährverbindungen von Genua, Livorno oder Civitavecchia aus nach Olbia möglich. Wir wählten den Weg über Livorno und verbrachten nach ca. 12 Stunden Autofahrt nochmals 12 Stunden auf der Fähre. Eine Kabine ist zwar etwas teurer, aber doch empfehlenswert, da die Zeit ohne Schlafplatz doch ziemlich lang werden kann. Am Samstag, Hauptanreisetag herrscht von der Fähre weg bis nach Olbia Verkehrschaos. Wir kämpfen nach italienischer Manier im Stopp and Go um jeden Zentimeter und fürchten um unsere Stoßstangen und Kotflügel. Endlich, nach 4 Stunden treffen wir gegen 22 Uhr in Budoni ein. 2 Stunden zu spät um am vereinbarten Ort unseren Ferienhausvermieter zu treffen, niemand ist da. Wir sprechen kein Italienisch, haben keine Telefonnummer, keine Adresse, keinen Namen und sind nach 30 Stunden Anreise nur noch müde – Klasse. Wir wissen nur dass unser Vermieter Eigentümer eines Fließen- und Baugeschäftes ist. Auf der Suche nach einem Englischsprechenden sehen wir ein Baugeschäft an der Hauptstrasse. Dort steht auch ein Name auf einem Schild. Im nächsten Restaurant – Gott sei Dank, die Bedienung spricht Englisch und Sie kann mit dem Namen vom Schild etwas anfangen. Wir rufen dort an und finden tatsächlich unseren Vermieter. Ca. 30 Minuten später beziehen wir unser Ferienhaus oberhalb von Budoni. Am nächsten Morgen öffnen wir die Fenster, die Sonne scheint und wir blicken in ca. 1 km Entfernung auf strahlend blaues Meer – Endlich Urlaub. Die nächsten 2 Wochen laufen überwiegend nach ähnlichem Muster ab. Ausgiebiges Frühstück auf unserer herrlichen Terrasse. Faulenzen, Baden, Schnorcheln, Beachvolleyball am endlosen Strand von Budoni. Unser Lieblingsplatz wird aber das kleine, Schatten spendende Strandrestaurant. Die Spaghetti con Cozze sind ein Gedicht und das Bier immer kalt. Am Abend erforschen wir das Hinterland mit dem Mountainbike, gehen Angeln an einem kleinen See und genießen die umwerfenden Sonnenuntergänge.
Das mondäne Zentrum der Costa Smeralda ist Porto Cervo. Hier trifft sich der Jet-Set zum Baden, Shoppen und Feiern. Die Yachten im Hafen erinnern eher an Kreuzfahrtschiffe als an Privatboote. Einige „Kapitäne“ sitzen stolz auf Ihren Booten, schlürfen Champagner und versuchen unsere Mädchen zu beeindrucken. Die amüsieren sich aber zum Glück nur über so viel Einbildung und Protzerei. Weiter im Norden findet man einige exklusive Ferienanlagen mit Privatstrand. Aber auch eine Vielzahl von kleinen, versteckten Sandbuchten, geschützt von Pinienwäldern oder abgeflachten Granitfelsen. Wir haben eine Bucht nur für uns allein und fühlen uns wie Robinson Crusoe im Paradies. Am Nachmittag gesellen sich dann doch noch einige Italiener zu uns. Außerhalb der Saison hat hier jeder seinen Strand für sich alleine. Alles in allem ist Sardinien die perfekte Insel für Strandurlauber, Wassersportler, Ruhe suchende und Liebhaber der italienischen Kultur. Wir haben bisher leider nur den Nordosten der Insel erforscht. Bis auf einen Ausflug nach Nuoro ist uns auch das Landesinnere eher fremd. Daher werden wir dieses Jahr wieder zurückkehren um noch mehr von dieser atemberaubenden Insel zu sehen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25 März 2006 ) |
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Sardinien steht für uns für Badeurlaub pur. Wir genießen den langen feinsandigen, flach abfallenden Strand von Budoni, oder machen Ausflüge zu den kleinen malerischen Sandbuchten der Costa Smeralda im Nordosten der Insel. Budoni hat sich erst in den letzten Jahren zu einem attraktiven Ferienort gemausert. Zuvor beschrieben Reiseführer den Ort als tristes Staubstädtchen mit einem atemberaubenden Strand. Der Strand ist immer noch atemberaubend. Reservierte Abschnitte oder Liegen und Sonnenschirme in Reih und Glied gibt es nicht. In Budoni findet man überwiegend Ferienhaustourismus. Aber auch das bergige Landesinnere, teils dicht bewaldet, teils karg ist in jedem Fall mehr als einen Ausflug wert.
Mehrmals werden wir auch unserem Strand untreu und fahren Richtung Orosei in eine kleine einsame Kiesbucht eingerahmt von Felswänden an deren Fuße Freeclimber Ihr Lager aufgeschlagen haben und versuchen die Wände zu bezwingen. Für Schnorchler und Taucher ist hier ein ideales Revier. Wir klettern nahe zum Meer an den Felsen entlang und finden immer wieder Überstände, von denen aus wir uns ins erfrischende Meer stürzen können.