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Samaria-Schlucht (Reisebericht) Drucken E-Mail
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Geschrieben von Markus Hoh   
Dienstag, 21 März 2006

kreta_samariaschlucht1.jpgInzwischen ist es 6 Jahre her, dass wir die Samaria-Schlucht durchwandert sind. Wer die Strapazen auf sich nimmt und die 18-km länge Schlucht durchwandert erlebt eine wildromantische Natur und hat jede Menge Gelegenheit tolle Photos zu schießen. Bis zu 600 m ragen Ihre Felswände senkrecht in die Höhe. Man wandert entlang von plätschernden Bächen über kleine Stege oder weite Steinfelder. Wenn man Glück hat sieht man auch einige der in der Schlucht lebenden Wildziegen, Kri-Kri genannt. Einzig die vielen Menschen, die an diesem Tag an dem Naturschauspiel teilhaben wollen sind etwas störend.

Wir sind mit dem Bus über die Omalos-Hochebene angereist und wollen die Schlucht komplett durchwandern. Wer nicht so gut zu Fuß ist kann auch von Süden her in die Schlucht wandern und nur ein Teilstück machen. Wir kommen am späten Vormittag in Xiloskala, dem Eingang der Schlucht an, es drängt sich Bus an Bus. Hunderte Leute drängen mit uns in die Schlucht. Es ist heiß, die Mittagssonne brennt. Ich kann nur jedem empfehlen möglichst morgens zu starten. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten nahe der Schlucht, oder mit dem Taxi früh anreisen. Erstens sind die Temperaturen angenehmer und morgens wandert man alleine vor der "Völkerwanderung" und hat auch mehr Zeit die Natur zu genießen.

kreta_samariaschlucht6.jpgDie Wanderung dauert je nach Geschwindigkeit 4-5 Stunden. Gegen 17.00 Uhr starten die Boote in der Bucht von Agia Roumeli am südlichen Ausgang der Schlucht. Agia Roumeli liegt am Libyschen Meer und bietet nochmals Gelegenheit für ein Bad am schönen Kiesstrand oder einen Imbis in den kleinen Tavernen. Allerdings ist die Zeit knapp bemessen. Wer sich in der Schlucht Zeit läßt um die eine oder andere Rast zu machen oder an den schönsten Plätzen viel Zeit investiert hat am Meer wenig Zeit übrig. Auch deshalb mein Tipp: früh starten, die Schlucht relativ ungestört und geruhsam durchwandern und den Nachmittag gemütlich in Agia Roumeli ausklingen lassen.

Der Einstieg in die Schlucht ist steil und führt über unzählige Stufen. Bäume spenden am Anfang noch Schatten. Im letzten Drittel wandert man an einem schmalen Fluß entlang über Steine direkt in der Sonne. Es sollte jeder genügend Getränke, eine Brotzeit und Sonnenschutz dabei haben. Auch festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Wir waren in Turnschuhen unterwegs und hatten am Ende qualmende Socken und etwas brennende Fußsohlen. Ist aber halb so schlimm, wer halbwegs fit ist, schafft den Marsch ohne Probleme. Ältere Menschen und Menschen mit Kreislaufproblemen sollten jedoch lieber eine geführte Tour buchen. Wir haben einige gesehen, die von Eseln getragen in der Obhut der Parkhütern die Tour beenden mussten.

Agia Roumeli kann nur mit den bereitstehenden Fähren verlassen werden. Die Boote bringen einen dann zu Nachbarorten, die über Straßen erreichbar sind. Badesachen nicht vergessen, denn nach dem Marsch ist eine Abkühlung im Meer traumhaft. Trotz der vielen Leute hat uns die Schlucht nicht entäuscht und wir können den Ausflug nur jedem empfehlen. Auch wenn am nächsten Tag ein Muskelkater zu verkraften ist. 

Hier geht es zur Diashow "Samaria-Schlucht" auf Kreta.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21 Juni 2006 )
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