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Reiturlaub in Chile (Reisebericht) Drucken E-Mail
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Geschrieben von Beate G.   
Samstag, 11 März 2006

Reiturlaub in ChileFür viele mag es ungewöhnlich klingen, aber ja – man kann einen Urlaub mit Reiten verbringen. Vor allen Dingen in einem Land wie Chile, in dem – wie in anderen Südamerikanischen Ländern - das Pferd zum täglichen Leben gehört.
Also haben wir beschlossen, uns für 2 Wochen auf den Pferderücken zu begeben und einen kleinen Teil Chiles etwas intensiver zu betrachten.

Über Santiago de Chile ging es mit dem Flugzeug nach Temuco und von dort aus weiter mit dem Auto noch ca. 80km weiter südlich zur Rancho de Caballos in der Nähe von Pucon.

Pucon liegt in der 9. Region Chiles, die auch als Araukarien bekannt ist. Hier ist eines der Hauptferiengebiete der Chilenen, da Pucon direkt an einem wunderschönen See mit grossen schwarzen Sandstränden gelegen ist. Ausserdem gibt es hier fast alle erdenklichen Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Hier sind z.B. Rafting, Canyoning, Canopy und natürlich das Ersteigen eines ‚lebenden’ Vulkanes zu nennen.

Aber wir wollten ja Reiten.
Blockhütte auf der Rancho de CaballosDie Rancho de Caballos wird von einer Deutschen Familie geführt, die sich schon vor 20 Jahren entschlossen hat, in Chile zu wohnen. Abseits von aller Hektik existiert hier eine wunderschöne Anlage mit einzelnen Blockhütten, die verstreut im Wald liegen. Die Einrichtung ist einfach, aber es ist alles vorhanden. Hier ist auch der Ausgangspunkt der einzelnen Trails.

Zuerst wird versucht, für jeden das richtige Pferd zu finden, mit dem man gut zurechtkommt, was auch super geklappt hat.
Die Trails sind so ausgelegt, dass man nach 2 bzw. 3 Tagen wieder zurück zur Ranch kommt, was insofern sehr schön ist, da man dann nicht so viele Sachen auf dem Pferd mitschleppen muss. Grundsätzlich wird alles, was unterwegs gebraucht wird, auf dem Pferd mitgenommen. D.h., Zelt, Schlafsack und Isomatte, die persönlich benötigten Sachen und natürlich die Verpflegung. Die armen Pferde……

Wobei es den Anschein hat, dass dies die Pferde überhaupt nicht stört. Wir hatten den Eindruck, hier nicht auf Pferden zu sitzen, sondern aus einer Kombination von Lastesel und Bergziege. Es ist unglaublich, was diese Tiere alles leisten können. Über Stock und Stein, quer Zelten in bezaubernder Naturdurch den Wald oder hoch in den Bergen oberhalb der Baumgrenze auf Pfaden, die kaum zu sehen sind. Teilweise geht es extrem steil bergauf oder bergab, aber das ist alles kein Problem. Diese Pferde gehen alles. Faszinierend.

Das Angebot der Touren ist sehr unterschiedlich. Es geht hoch in die Berge oder ins Tal, so dass man wirklich alle unterschiedlichen Landschaftsformen in diesem Teil Chiles sehen kann. Dazu ist die Organisation sehr gut und die Verpflegung hat 3 Sterne verdient. Wenn man denkt, am Lagerfeuer nur Schmale Kost oder Päckchensuppe zu bekommen, hat man sich getäuscht. Wir haben immer frisch gekocht und mehr als gegessen….

Fazit: Für jemanden, der keine Angst vor Pferden hat (Reiten ist keine Voraussetzung, da fast grundsätzlich nur Schritt gegangen werden kann) und einen punktuellen, aber sehr guten Eindruck eines Landes bekommen möchte, ist diese Urlaubsvariante sehr empfehlenswert.

Meine Eindrücke von dieser Reise habe ich versucht in Bildern festzuhalten. Hier geht es zu meinen Fotoshows:

Zur Webseite der Rancho de Caballo geht es hier.


Letzte Aktualisierung ( Samstag, 11 März 2006 )
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