Schnee – Regen – dunkel – kalt und ein bisschen alten Urlaub übrig. Es ist Januar. Ich habe die Schnauze voll – also ab ins Reisebüro! Lieblingsziel Malediven – zu weit für eine Woche und zu teuer. Zweites Lieblingsziel: Afrika. Leider keine Impfungen.
Wohin? Balearen, Kanaren? Wettercheck im Internet – wolkig, mal Sonne. 14, 16, 18 Grad Wasser und Außentemperatur. Alternativen: Dubai oder Ägypten. Entschluss Ägypten. Dubai ist zu teuer.
Das heißt, die erste Reise meines Lebens in ein muslimisches Land.
Superverbindung von Nürnberg nach Sharm el Sheikh. Herrliche Sicht im Flugzeug über Passau, Salzburg, den Alpen und über der Ägäis. Überall noch Schnee, bis tief in Griechenland.Nach 4 Stunden Landung in Sharm el Sheikh. Endlich – warme Luft bläst mir ins Gesicht. Keine Probleme sich im Flughafen zurechtzufinden. Passkontrolle – easy. Abholung durch TUI mit dem Bus klappt prima. Finstere, angsterregende Gestalten begleiten mich mit Maschinenpistolen zum Bus.
Erster Eindruck vom Land: ICH BIN IM GRÖSSTEN STEINBRUCH DER WELT.
Ankunft im Hotel. Ich muss die Koffer abgeben – Sicherheitschecks. Ab in die Sicherheitsschleuse. Wo sind die netten Menschen und die herrliche Landschaft, die ich von 30 Jahren Kroatienurlaub kenne? Ich betrete die Hotelhalle. Die Augen werden immer größer. Ich bin im Palace Sharm el Sheikh.
Nach einführenden Worten geleitet mich ein Diener ins Zimmer – nicht ohne auf seine Bakschisch zu warten. Alles Top, mehr noch Superklasse! Geräumig – zwei große Betten – Terrasse – großes Bad – Safe – Minibar.Alles wie im Reiseprospekt beschrieben.
Die erste Erkundung bringt mich durch blitzsaubere Hotelgänge, über eine wunderschöne Gartenlandschaft, kristallklaren Swimmingpools zu einem mehr als gepflegten Strand, direkt zu meinem Lieblingsort, der Beach-Bar.
Preischeck: Bier cirka 25 Pfund, entspricht ungefähr 3,50 Euro. Gerade noch akzeptabel, dafür aber kalt und sehr zuvorkommend serviert. Abendessen. Nichts erinnert mehr an eine Last-Minute-Buchung. Ein riesiges Buffet lässt meine Augen übergehen. Frische Salate – Vorspeisen – Suppen – Hauptspeisen – Nachspeisen. Alles im Überfluss. Selber Eindruck am nächsten Tag zum Frühstück. Alles im Überfluss und richtig köstlich zubereitet. Erstaunlich was man für 595,- Euro alles so bekommen kann.
Erster Kontakt mit dem Meer. Wasser sauber und cirka 24 Grad. Super. Ich erinnere mich an den schönen weißen Schnee, der zu Hause auf meiner Terrasse liegt. Gesundheitliche Probleme lassen mich dieses Mal „nur“ Schnorcheln. Ein Boot fährt mich zum Nulltarif an ein nahe gelegenes Riff. WOW! Traumhafte Unterwasserwelt mit Korallen, bunten Fischen und kristallklarem Wasser. Hier ist jeder richtig, der die Welt unter Wasser kennen lernen möchte, auch wenn es villeicht nur beim Schnorcheln oder im Glasboden-Boot ist.
Abreise nach einer Woche. Ein bisschen Wehmut. Wie heißt es hier. Wer einmal das Wasser des Nils gekostet hat, der kommt immer wieder. Ich fahre dieses Jahr mit meinen beiden Söhnen nochmals hin.
Fazit: Für einen kurzen Trip, so mal zwischendurch, ist es ein wunderschönes, atemberaubendes Erlebnis in einer völlig fremden Welt, die ihresgleichen sucht. Hier ein paar Eindrücke von meinem Hotel "Palace Sharm el Sheikh" und von der zauberhaften Unterwasserwelt. Thomas Fraas, im März 2006.
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